KI für Jeden & Sommerfest! Report

 

Sommer, Sonne, gute Laune. Beim Azure & .NET Meetup am 17.07.2018 wurde eine Kombination von KI-Weiterbildung und get together geboten.

Nachfolgend möchte ich Dir meine Eindrücke von diesem Event schildern. Dabei werde ich zunächst auf den informativen KI- Teil von Senior BI-Consultant Alexander Klein eingehen. Er stellte uns die aktuelle KI-Forschung bei Microsoft vor und wagte einen Ausblick in die Zukunft der künstlichen Intelligenz.

Anschließend werde ich über das G2G auf der PGK-Dachterrasse berichten.

 

Wie verändert KI die Technik-Welt?

Jeder Innovations-Begeisterte hat schon mal etwas von künstlicher Intelligenz gehört. Einen ihrer ersten großen Auftritte hatte sie im Film „MATRIX“ aus dem Jahre 1999. Auch wenn dort ein eher düsteres Bild kreiert wurde, zeigt der Film wie spannend und mächtig KI sein kann. Fernab von Action-Film-Szenen erklärte Alexander Klein etwas über die neueste Forschung von Microsoft.

 

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Zuerst legte er den generellen Aufbau der Microsoft AI Plattform dar: Sie besteht aus den drei Gebieten AI Service, AI Infrastructure und AI Tools. Bei Letzterem lassen sich Visual Studio und Machine Learning Studio als Beispiele nennen.

In diesem Zuge ging er auf Cognitive Services ein, über welche Du hier noch mehr erfahren kannst. Zur Illustration zeigte er die Abbildung einer menschlichen Zelle. Die Neurologie bietet die Basis für die mit Visualisierung arbeitende KI. Die Arbeitsweise des Auges ist mit der von Computer-Programmen vergleichbar: Es gibt einen Input, einen Threshold und einen daraus konfigurierten Output.

 

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Als Anwendungsfälle für intelligente Bild-Tools ist die Bild-Klassifikation und Wort-Erkennung zu nennen. Bei der Bild-Klassifikation handelt es sich um das bekannte „Fish or Stone?“ Problem. Es muss entschieden werden ob ein Meeres-Objekt ein Stein oder Fisch ist. Wer schon einmal einen Steinbutt gesehen hat, weiß, dass dies für das menschliche Auge nicht immer leicht ist. Nun wird genau das von der KI verlangt – mit einem Unterschied: Die KI kann sich effektiver weiterbilden. Die Lernkapazität ist nahezu unendlich. Maschinen brauchen keinen Schlaf, keine Pausen und stehen nicht mit dem falschen Fuß auf.

Bei der Worterkennung gibt es zwei grundlegende Anwendungen: Entweder das reine Erkennen von Wörtern in Bildern oder das Übersetzen. Ein Buch in 3 Sekunden von Russisch in Englisch übersetzen? Kein Problem! Und das nahezu fehlerfrei.

 

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Als weiteres Forschungsgebiet von Microsoft nannte Alexander die Face API. Meiner Meinung nach eines der Highlights des ganzen Abends. Um die Möglichkeiten der Face API vorzustellen, möchte ich gerne mit einer Alltags-Situation anfangen:

Bestimmt hast Du schon einmal zu jemanden gesagt: „Rate wie alt ich bin“. Ich kann Dir garantieren, dass Dir Dein Gegenüber nicht die Wahrheit gesagt hat – sondern ein paar Jahre abgezogen wurden. Die Website „How old I am“ war eine der ersten Cognitive Services/Face API Anwendungen, bei denen man aus Bildern Informationen ablesen wollte. Die Funktionsweise ist einfach: Zeige der KI ein Bild von Dir und sie schätzt Dein Alter.

Heutzutage gehen die Möglichkeiten weit darüber hinaus. Mittels Face API werden Objekte und deren Emotionen, Alter, dominante Farben, und vieles mehr erkannt.

Natürlich hat diese Technologie auch Grenzen. Die künstliche Intelligenz ist nur so gut wie ihre Trainings-Daten. Alexander verdeutlichte, dass die Stärke der KI nicht darin besteht bereits alles zu wissen, sondern zu lernen. Je mehr Trainings-Daten bereitgestellt werden, desto besser ist sie. So führen mangelhafte Trainings beispielsweise dazu, dass ein Eisbär als Labrador erkannt wird.

 

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Auch für große Handelsketten hat KI einen Mehrwert. Es ist möglich aus tausenden Kommentaren in Sekunden Stimmungstrends abzulesen. Zudem treibt KI die Personalisierung von Angeboten voran. Bekanntestes Beispiel ist der „Andere Kunden kauften auch“ Bereich beim Online-Shopping.

Aber auch an der privaten Anwendung für KI wird geforscht. So kann KI in Zukunft vielleicht Essensvorschläge zu unserer Stimmungslage treffen.

 

Sommerfest und G2G

Anschließend an den Vortrag von Alexander Klein waren alle eingeladen am Sommerfest teilzunehmen. Und was darf bei einem sommerlichen get together nicht fehlen? Genau, das Grillen.

Bei leckeren Salaten, Würstchen, Grillkäse und Muffins wurden interessante Gespräche geführt. Das freundliche Miteinander ist eines der Dinge, die das Azure & .NET Meetup einzigartig machen. Man kann sich über das gerade Gehörte unterhalten, neue Themen eröffnen oder einfach den Tag ausklingen lassen.

Der Abend war für mich ein passendes Sommer-Event und lässt sich am besten mit dem Kommentar einer Teilnehmerin auf Meetup.com beschreiben:

„Na, super war’s! Genau die richtige Mischung aus geistiger und körperlicher Nahrung 🙂 Etwas Horizonterweiterung lohnt sich halt immer. Der Vortrag war sehr professionell aufbereitet, Daumen hoch“

 

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Komm gerne selbst zum nächsten Azure & .NET Meetup! Du bist herzlich Willkommen 🙂